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Die freie Atmung wird im Idealfall als ein höherer, kosmischer Rhythmus erlebt.

 

Einleitende Betrachtung zur freien Atmung 

Der freie Atem* nimmt in der Übungsweise des Neuen Yogawillen* eine zentrale Bedeutung ein. Jede Asana, angefangen bei der Entspannungslage bis hin zu schwierigen Übungen, wird als freie Atemübung angesehen und praktiziert.

Einfach ausgedrückt heißt das, dass wir in jeder Yogastellung, sei sie in leichtem oder hohem Schwierigkeitsgrad praktiziert, auf ein leichtes und freies Fließen der Atmung achten. Die Atmung wird nicht bewusst von uns ergriffen und in ihrem Rhythmus verändert, um besser in die Übung zu gelangen. Diese Praxis wird oft im Yoga gehandhabt. In der freien Atemschulung ist es umgekehrt. Die Atmung passt sich der Körperhaltung an und wir als Übende achten bewusst darauf, dass sie ungehindert und frei fließen kann.

Die freie Atemübung ist keine technische oder mechanische Körpermethode, sondern sie beginnt mit einer bewussten Aufmerksamkeit und dem Beobachten ihrer tieferen Zusammenhänge. In den verschiedenen Körperstellungen, genannt Asana, wird die Atmung in einer großen Vielfalt erlebt. In einigen Übungen können wir eine füllige, intensive oder tief fließende Atmung beobachten und in anderen einen ruhigen, sanften Rhythmus. Je ungestörter das Atmen erfolgt, desto befreiter erleben wir uns selbst.

Das Ideal der „freien Atmung“ geht dahin, ein schwereloses Atemempfinden und einen kosmischen Rhythmus zu erfahren, der weisheitsvoll das Leben führt. Mit dem Wort Kosmos verbinden wir das Gefühl von Freiheit und Weite.

Das Thema freier Atem erfährt eine Erweiterung im Yoga über die bekannten physiologischen Zusammenhänge hinaus.

*Literatur: Der Freie Atem – Heinz Grill/Begründer des Neuen Yogawillen